2010 Regula Verdet-Fierz

Arbeiten 1990-2010

26. März - 28. Mai 2010

Ihre Leinwände lassen sich von beiden Seiten betrachten, Objekte umstülpen, Aquarelle als Spazierwege fürs Auge benützen. Oben unten, links rechts, vorne hinten, innen aussen - genau wie Winter und Sommer, Tag und Nacht. Solche Gegensätze spielen eine wichtige Rolle im Werk von Regula Verdet.

Ihre Bilder kreiert sie auf dem Webstuhl. Während bei einem Bild normalerweise auf eine Leinwand gemalt wird, entsteht bei Regula Verdet eine Leinwand als Prozess. Die Längs- sowie die Querfäden werden unmittelbar bevor sie verwebt und damit zur Fläche gefügt werden, bemalt. Die Künstlerin interessiert sich für den Grenzbereich zwischen Malerei und Textil und den Interaktionen zwischen den beiden. Die Bilder entstehen in einem langsamen linearen Prozess, dabei erhält die Leinwand ihren eigenen Ausdruck. Durch diese Art der Malerei ist es möglich, zwei Farben in unserem Auge als dritte zu sehen, welche je nach Blickwinkel in verschiedenen Intensitäten erscheint, ähnlich wie wir es auch vom Bildschirm her kennen. Eine Leinwand in dieser Art bemalt zeigt zwei Bilder, eines auf der Vorder- und eines auf der Rückseite. Dabei hat jede Ansicht ihren eigenen Ausdruck.

Die Künstlerin stammt ursprünglich aus Stäfa, lebt und arbeitet aber seit 20 Jahren in Guarda im Unterengadin.

Vernissage

Bilder zum Werk